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20.10.2026: Glitschig, glänzend und ganz schön clever – der Buchen-Schleimrübling!

Unser Mitarbeiter Eric Hagen auf Entdeckungstour durch unsere Hainleite!


Wer hat denn hier seine Pilzkappe mit Haargel eingeschmiert? Der Buchen-Schleimrübling ist ein echter Hingucker in unseren Buchenwäldern der Hainleite! Mit seinem porzellanweißen Hut und seiner glitschigen Oberfläche sieht er aus wie ein kleines Kunstwerk der Natur.

Doch der schleimige Schönling hat es faustdick hinter den Lamellen! Er produziert natürliche Stoffe,
die andere Pilze in ihrem Wachstum hemmen können. Diese lieferten sogar Vorbilder für moderne Pflanzenschutzmittel. Und im Mittelalter? Ob Ritter und Burgfräulein den glitschigen Gesellen kannten? Bestimmt möglich! Eine besondere Nutzung ist allerdings nicht historisch belegt.

Höhenangst? Kennt er nicht! Unser kleiner Glibber-König ist völlig schwindelfrei und wächst sogar hoch oben an Baumstämmen und Ästen! Aber warum? Ganz einfach: Er besiedelt das Holz von Buchen und hilft dabei, es zu zersetzen. Sein Pilzgeflecht wächst im Holz, während die sichtbaren Fruchtkörper manchmal in luftiger Höhe erscheinen. Er klettert also nicht wirklich, sondern wächst überall dort, wo er genug Nahrung findet. 

Der Buchen-Schleimrübling gilt als ungiftig. Seine schleimige Konsistenz macht ihn nicht gerade zum
Star in der Pilzpfanne und ist daher als Speisepilz wenig empfehlenswert. Lieber bewundern, statt brutzeln!
Er sorgt dafür, dass Nährstoffe wieder in den natürlichen Kreislauf gelangen. Dabei trägt er zum Abbau von Totholz bei, dass zahlreiche Insekten, anderen Pilzen und Kleinstlebewesen einen wichtigen Lebensraum bietet.

Kurz gesagt, ohne Pilze wie den Schleimrübling würde der Nährstoffkreislauf im Wald nicht richtig funktionieren. Er ist daher ein kleines, aber wichtiges Puzzleteil der Biodiversität und aus unserem Ökosystem Wald nicht mehr wegzudenken. Unser Pilz hat seine große Bühne vor allem von August bis November – besonders im feuchten Herbst. Bei diesem Wetter kann er sich gelegentlich auch außerhalb dieser Zeit zeigen. Nach Regentagen lohnt sich ein Blick nach oben in die Buchen der Hainleite. Vielleicht hat unser kleiner Glibber-König gerade seinen großen Auftritt – natürlich ganz ohne Kletterausrüstung!

Also: Augen auf beim nächsten Waldspaziergang! Vielleicht entdeckt ihr den kleinen Glibber-König der Hainleite schon an der nächsten Wegkreuzung. Grundsätzlich gilt, Pilze niemals zu sammeln oder zu verzehren, wenn sie nicht zweifelsfrei bestimmt werden konnten!

Autor: Eric Hagen
Bilder: © Eric Hagen

Wenn sich mein Fruchtkörper öffnet, reißt die Schutzhülle mit auf. Ein kleiner Teil davon, bleibt als Ring am Stiel zurück. Kurz gesagt: Der Ring fungiert als alter Schutzmantel aus der Kindheit - längst zu klein geworden, aber immer noch dabei!
Höhenangst? Nicht für mich!
Die Oberfläche meines Fruchtkörpers.
Majestätisch ragt mein Fruchtkörper aus dem Waldboden. Das unterirdische Pilzmyzel breitet sich je nach Pilzart, Bodenbeschaffenheit und Region von wenigen Zentimetern bis hin zu mehreren Kilometern aus. Beim Buchen-Schleimrübling ist das anders. Denn diese Pilzart wächst ausschließlich im Holz von Laubbaumen. Er gilt daher als reiner Holzzersetzer.
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