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Natura 2000-Station Possen

Die Natura 2000-Station Possen ist regionale und landesweite Ansprechpartnerin für Natura 2000 in Waldlebensräumen sowie für die Bereiche Waldökologie, (Wald-)Biotopverbund, Natur-, Arten- und Prozessschutz im Wald.

Zu den Aufgaben der Station gehört die Mitwirkung an Naturschutzmaßnahmen, um natürliche Lebensräume und seltene Tier- und Pflanzenarten mit besonderer Bedeutung für das europaweite Schutzgebietsnetz Natura 2000 zu erhalten und zu fördern.
Die Natura 2000-Station Possen verfolgt auch das Ziel die Vernetzung der verschiedenen Waldgebiete in Thüringen zu stärken und damit einen Beitrag zur Verbesserung des sogenannten (Wald-)Biotopverbunds zu leisten.

Landesweit ist die Station Possen in ihrer Beratungsfunktion für die anderen Natura 2000-Stationen in den Themengebieten Wald, Prozessschutz und (Wald)Biotopverbund tätig.

Tätigkeitsbereich

Created by potrace 1.15, written by Peter Selinger 2001-2017

Der lokale Tätigkeitsbereich umfasst ein 1000 ha großes Waldwildnisgebiet und 500 ha Erholungswald am Possen bei Sondershausen. Diese liegen innerhalb des FFH-Gebiets „Hainleite – Wipperdurchbruch – Kranichholz“ sowie dem Vogelschutzgebiet „Hainleite – Westliche Schmücke“.

Ein wichtiges Anliegen der Station ist es, die europaweit bedeutsame Natur in der eigenen Region gemeinsam zu entdecken und zu erleben. Dafür werden entsprechende Veranstaltungen für alle Altersgruppen angeboten.

Wappentier

Wappentier der Station ist die Bechsteinfledermaus.

Die Bechsteinfledermaus ist wohl die am stärksten an den Lebensraum Wald gebundene einheimische Fledermausart. Ihre Wochenstuben, in denen die Jungen großgezogen werden, haben sie in großen, sonnenbeschienen Baumhöhlen.
Die wendigen Flieger jagen bevorzugt in strukturreichen Wäldern. Dabei können sie sowohl fliegende als auch ruhende Insekten von Blättern, Zweigen und dem Boden erbeuten.

Durch ihre starke Bindung an Alt- und Totbäumen sind sowohl eine naturnahe Bewirtschaftung der Wälder als auch Gebiete ohne jegliche forstwirtschaftliche Nutzung für diese Art essentiell. Die Art ist zudem auf Leitelemente im Offenland wie Hecken, Feldgehölzen oder Baumreihen, die Teillebensräume verbinden, angewiesen.

Die Art hat in Mitteleuropa, besonders in Deutschland ihren Verbreitungsschwerpunkt. Deutschland hat deswegen eine hohe Verantwortung für diese Fledermaus. In der Hainleite bei Sondershausen ist diese Art heimisch.

Die Bechsteinfledermaus ist nach Anhang II und Anhang IV der FFH-Richtlinie geschützt. Die artenschutzrechtlichen Bestimmungen gelten sowohl innerhalb wie außerhalb von Natura 2000 Gebieten. Darüber hinaus sind die EU-Mitgliedsländer verpflichtet, FFH-Gebiete zu ihrem Schutz auszuweisen. Entsprechend fällt sie nach dem Bundesnaturschutzgesetz unter die Gruppe der streng geschützten Arten.

TRäger

Created by potrace 1.15, written by Peter Selinger 2001-2017

Träger der Station ist der Trägerverbund Natura-2000 Station Possen e.V. als Zusammenschluss aus Jugendfreizeit- und Bildungsverein Freiräume e.V. (1. Vorsitzender), BUND Thüringen e.V. (2. Vorsitzender), Amphibien- und Reptilienschutz Thüringen (3. Vorsitzender), Grüne Liga Thüringen e.V., Naturstiftung David, Wildtierland Hainich gGmbH und Zoologische Gesellschaft Frankfurt.

Unterstützend für das Aufgabenspektrum der Natura 2000-Station wirkt der Fachbeirat aus Vertretern des Forstamtes Sondershausen, des Bauernverbandes Kyffhäuserkreis, der Unteren Naturschutzbehörde Kyffhäuserkreis und des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz.

Team

Isabel Hümpfner

– Stationsleiterin –

Ansprechpartnerin Allgemeines und Öffentlichkeitsarbeit

Felix Niklas

 – Stationsreferent & Projektleitung –

Ansprechpartner ENL-Projekt Wald.Wildnis.Wege und Umweltbildung

Nicole Sollfrank

– Stationsreferentin –

Ansprechpartnerin Öffentlichkeitsarbeit und Amphibien

Romy Tausendschön

– Büroleiterin –

Ansprechpartnerin Büro, Kommunikation und Organisation

Christina Wilck

– Projektmanagerin –

Ansprechpartnerin ENL-Projekt Wald.Wildnis.Wege und Umweltbildung

Waldwildnis

Im Rahmen der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt hat sich die Bundesregierung zum Ziel genommen 5 % der Wälder einer natürlichen Entwicklung zu überlassen. Die Dynamiken des Ökosystems Wald können sich so ohne den weiteren Einfluss des Menschen entfalten. Dieses Nicht-Eingreifen in die natürlichen Prozesse wird im Naturschutz als Prozessschutz bezeichnet.

Rund 34 % Thüringens sind von Wäldern bedeckt. Als „grünes Herz“ Deutschlands hat der Freistaat deshalb eine besondere Verantwortung für den Erhalt standortheimischer Wälder und die an solche gebundenen Tier- und Pflanzenarten. Viele Arten, wie beispielsweise Fledermäuse und Spechte, sind vor allem auf naturbelassene Wälder mit ausreichend Alt- und Totholzstrukturen angewiesen.
In Thüringen wurden 120 Gebiete ermittelt, die nun dauerhaft unter Prozessschutz gestellt werden. Dazu zählen auch 1000 ha rund um den Berg Possen in der Hainleite bei Sondershausen.

Weiterführende Informationen

Netzwerk Natura 2000-Stationen Thüringen

Thüringen trägt eine besondere Verantwortung beim Erhalt der Artenvielfalt. Denn circa 2/3 aller rund 70.000 in Deutschland bekannten Tier- und Pflanzenarten kommen im Freistaat vor. Um diese Vielfalt besser erhalten und fördern zu können, wurde im Zeitraum von 2016 bis 2019 ein thüringenweites Netzwerk aus 12 Natura 2000-Stationen gegründet sowie ein zusätzliches Kompetenzzentrum zur Koordination der Stationen ins Leben gerufen.

Auf regionaler und teilweise landesweiter Ebene unterstützen die Stationen den behördlichen Naturschutz im Zuge der Betreuung von Natura 2000-Gebieten, der Umsetzung von Natur- bzw. Artenschutzprojekten und Biotoppflegemaßnahmen. Zudem beraten sie Landnutzer und sind in der Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung aktiv.

Hinter den Natura 2000-Stationen in Thüringen stehen in der Region verankerte Vereine und Verbände, die eng mit den unteren Naturschutzbehörden, Nationalen Naturlandschaften und weiteren Akteuren vor Ort zusammenarbeiten.

Weiterführende Informationen

Imagefilm "Thüringens Natura 2000-Stationen"

Trägerverbund Natura 2000-Station Possen e.V.

Haus der Vereine
Martin-Andersen-Nexö-Straße 61
99706 Sondershausen

Die Natura 2000-Station Possen wird gefördert vom Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz 

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