14.10.2026: Bühne frei für die Stars der Hainleite!
Was haben ein schleichender Fuchs, ein grunzendes Wildschwein und ein Wanderstock namens Waldtraut gemeinsam? Sie alle spielten bei einer spannenden Waldexkursion der Natura 2000-Station Possen eine ganz besondere Rolle! Am Mittwoch, den 14. Oktober 2026, machten sich Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 4 der Grundschule Käthe-Kollwitz auf den Weg, um die heimische Natur mit allen Sinnen zu entdecken.
Treffpunkt für das kleine Waldabenteuer war das Forstamt Sondershausen. Von dort aus ging es gemeinsam mit Christina Wipperling, Projektleiterin des aktuellen Umweltbildungsprojekts „Natur(a) erleben“, und Eric Hagen, Projektmitarbeiter desselben Projekts, hinaus in die herbstliche Hainleite. Natürlich durfte auch ein treuer Begleiter nicht fehlen: Waldtraut, der Wanderstock von Eric Hagen, war stets mit von der Partie.
Auf die Pfoten, fertig, los!
Kaum im Wald angekommen, hieß es für die Kinder: Raus aus der eigenen Haut und rein ins tierische Vergnügen! Denn zum Auftakt sollten sich die jungen Naturforscher in die heimischen Waldbewohner der Hainleite hineinversetzen. Wie schleicht eigentlich ein Fuchs durch das Unterholz? Wie flink huscht ein Eichhörnchen von Baum zu Baum? Und wie genüsslich schubbert sich ein Wildschwein an einem Baumstamm?
Mit viel Fantasie, Bewegung und einer ordentlichen Portion Humor verwandelten sich die Kinder in Füchse, Dachse, Eichhörnchen und Wildschweine. Dabei wurde nicht nur geschlichen, gehuscht und geschubbert, sondern auch fleißig gebellt und gegrunzt. Denn wie klingt eigentlich ein Rehbock? Und welche Geräusche gibt ein Wildschwein von sich? Schnell wurde klar: Der Wald hat nicht nur viele Bewohner, sondern auch eine ganze Menge unterschiedlicher Stimmen!
Auf geheimer Mission: Den Wald mit Tieraugen entdecken
Nach dem tierischen Warm-up wartete bereits die nächste Herausforderung. Ausgestattet mit einem besonderen Forscherauftrag gingen die Kinder in kleinen Gruppen auf Entdeckungstour. Gesucht wurden drei Naturgegenstände mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften: ein Gegenstand, an dem ein Tier gefressen hatte, einer, der auf den ersten Blick kaum zu erkennen war, und einer, der durch eine
besondere Eigenschaft auffiel.
Dabei war vor allem eines gefragt: Die Welt einmal aus der Perspektive eines Waldtieres betrachten.
Was fällt einem Wildschwein auf? Was könnte ein Eichhörnchen entdecken? Und welche Spuren hinterlassen die Waldbewohner?
Doch damit nicht genug! Jede Gruppe durfte zusätzlich einen geheimen Gegenstand auswählen, dessen Identität die anderen Kinder anschließend erraten mussten. So wurde der Waldboden kurzerhand zur Schatzkammer voller Rätsel, Spuren und kleiner Naturwunder. Mit neugierigen Blicken, cleveren Vermutungen und jeder Menge Entdeckergeist wurden schließlich auch die letzten Geheimnisse gelüftet.
Wenn der Waldboden zur Leinwand wird
Zum Abschluss wurde es noch einmal richtig kreativ. Aus buntem Herbstlaub, Blättern, Stöcken und
weiteren Naturmaterialien gestalteten die Kinder gemeinsam kleine Kunstwerke direkt auf dem Waldboden.
Das Besondere daran: Kein Bild blieb lange so, wie es ursprünglich begonnen hatte. Die Gruppen wechselten ihre Plätze und durften die Kunstwerke der anderen weitergestalten. So entstanden aus vielen einzelnen Ideen fantasievolle Gemeinschaftsbilder, bei denen der Kreativität keine Grenzen gesetzt waren.
Nach einer gemeinsamen Reflexionsrunde, in der die Kinder ihre Erlebnisse und Entdeckungen Revue passieren ließen, führte der Weg zurück zum Forstamt Sondershausen. Natürlich immer mit dabei: Waldtraut!
Kleine Entdeckungen, große Wirkung
Die Exkursion zeigte einmal mehr, dass es nicht viel braucht, um Kinder für die Natur zu begeistern.
Ein paar Naturmaterialien, spannende Fragen, ein wenig Fantasie und die Bereitschaft, den Wald mit offenen Augen zu erkunden, reichen oft schon aus, um nachhaltige Naturerlebnisse zu schaffen.
Mit spielerischen Methoden möchte das Umweltbildungsprojekt „Natur(a) erleben“ Kindern die heimische Tier- und Pflanzenwelt näherbringen, ihre Neugier wecken und einen bewussten Umgang mit der Natur fördern.
Ein rundum gelungener Auftakt für weitere spannende Wanderungen und Entdeckungstouren im Herzen
der Hainleite – und wer weiß, welche Abenteuer Waldtraut beim nächsten Mal bereithält?
Autor: Eric Hagen
