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21.5. Natura-2000-Tag

Schutzgebietsnetz Natura 2000 leistet entscheidenden Beitrag für den Erhalt der biologischen Vielfalt – nicht nur in Thüringen

Sondershausen. Anlässlich des „Natura-2000-Tages“ am 21. Mai hebt die Natura 2000-Station Possen die Bedeutung des Schutzgebietsnetzes Natura 2000 für den Erhalt des europäischen Naturerbes hervor. Thüringen leiste mit über 250 Natura-2000-Gebieten einen wichtigen Beitrag für den Schutz bedrohter Arten und ihrer Lebensräume.

Mit der Einrichtung des Schutzgebietsnetzes Natura 2000 will die Europäische Union den Verlust der Biologischen Vielfalt in Europa stoppen. Mit dem Netzwerk aus zwölf Natura 2000-Stationen und einem Kompetenzzentrum hat Thüringen den Grundstein für den Schutz bedrohter Arten und ihrer Lebensräume in den Natura-2000-Gebieten gelegt. Seit 2019 sind die Stationen und ihre Arbeit dauerhaft gesetzlich abgesichert. Dies ist einmalig in Deutschland. Das Thüringer Umweltministerium unterstützt das Netzwerk mit rund drei Millionen Euro jährlich.

Gerade in Zeiten des bedrohlichen Artensterbens nimmt die Arbeit der Natura 2000-Stationen und des Kompetenzzentrums laut Verband eine besondere Bedeutung ein. Die Mitarbeitenden bringen die Umsetzung von Natura 2000 voran, indem sie Arten- und Biotopschutzmaßnahmen initiieren sowie zum Thema beraten.

„Im Netzwerk der Natura 2000-Stationen sind wir Ansprechpartner für die Themenschwerpunkte Wald und Biotopverbund. Hier unterstützen wir thüringenweit Projekte, die sich der Wiedervernetzung und Verbesserung von Waldlebensräumen- und arten widmen.“, so Isabel Hümpfner, Leiterin der Natura 2000-Station Possen. Vor Ort ist die Station im Waldgebiet der Hainleite aktiv, das Teil eines etwa 6900 ha großen FFH-Gebiets ist. Mit dem Forstamt Sondershausen werden seit 2019 verschiedene Pflegemaßnahmen für seltene Arten umgesetzt. Weiter führt die Forstwissenschaftlerin aus: „Wir wollen den Sondershäusern dieses faszinierende Schutzgebiet mit der neu entstandene Waldwildnis zukünftig mit einem Umweltbildungsprojekt gezielt näherbringen.“.

In den letzten Jahren haben sich die Stationen zur anerkannten Schnittstelle zwischen den Behörden, unserem Ehrenamt und den Landnutzenden vor Ort entwickelt. Gemeinsam mit regionalen Partnern konnten bereits über 150 Projekte angestoßen und umgesetzt werden. Die 12 Natura 2000-Stationen und das Kompetenzzentrum sind heute aus der Naturschutzlandschaft Thüringens nicht mehr wegzudenken.

Hintergrund

Am 21.05.1992 wurde mit der Verabschiedung der Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie der Europäischen Union die Grundlage für das Schutzgebietsnetz Natura 2000 gelegt. Am 15.05.2017 wurde der 21. Mai offiziell zum europäischen „Natura-2000-Tag“ ernannt, um daran zu erinnern, dass alle Europäerinnen und Europäer gemeinsam Verantwortung für den Erhalt der Artenvielfalt in Europa tragen.

Thüringen verfügt über 212 FFH-Gebiete und 35 punkthafte FFH-Objekte sowie 44 EU-Vogelschutzgebiete. Diese Gebiete umfassen rund 270.000 Hektar, das entspricht rund 17 % der Landesfläche. In diesen Landschaften kommen seltene und teilweise vom Aussterben bedrohte Arten vor, die durch die Arbeit der Natura 2000-Stationen geschützt werden.

Mehr Informationen:
www.natura2000-thueringen.de

www.wald-natur-thueringen.de

Ansprechpartnerin:

Isabel Hümpfner
03632 66 57 777
i.huempfner@natura2000-thueringen.de

Trägerverbund Natura 2000-Station Possen e.V.

Haus der Vereine
Martin-Andersen-Nexö-Straße 61
99706 Sondershausen

Die Natura 2000-Station Possen wird gefördert vom Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz